Working Groups

Aktuelle Arbeitsgemeinschaften

Übersicht

Die Österreichische Forschungsgemeinschaft zeichnet sich durch die Einrichtung von Arbeitsgemeinschaften aus, welche als interdisziplinäre wissenschaftliche Foren aktuelle Fragestellungen von zumeist öffentlichem Interesse bearbeiten und für eine Dauer von rund sieben Jahren eingerichtet werden. Die hochschulübergreifenden Arbeitsgemeinschaften ermöglichen der ÖFG, frühzeitig neue Forschungscluster und wissenschaftspolitisch wichtige Themen im Diskurs für Österreich weiterzuentwickeln und gesellschaftliche Lösungen anzuregen. Die Mitglieder treffen einander zu wissenschaftlichem Informations- und Gedankenaustausch, zur Vorbereitung von Workshops und Symposien sowie zur Vorbegutachtung, Koordinierung und Begleitung von Einzelprojekten und Initiativen. Die Ergebnisse der Workshops und Symposien werden in der Regel veröffentlicht. Die jährliche Evaluierung der Arbeitsgemeinschaften erfolgt durch den Wissenschaftlichen Beirat.

Bildung und Ausbildung

Leitung: Univ. Prof. DDr. Christiane Spiel

Europa befindet sich auf dem Weg zu einer “Wissensgesellschaft”. Dieser Strukturwandel betrifft alle Lebens- und Arbeitsbereiche und stellt das österreichische Bildungssystem vor allem im sekundären und tertiären Sektor vor die Frage, wie den neuen Anforderungen sowohl an Bildung als auch an Ausbildung durch staatliche Gestaltungsvorgaben und Expertenvorschläge zur Stärkung von Bildungsmotivation und Qualitätsentwicklung bestmöglich entsprochen werden kann. Die Arbeitsgemeinschaft hat das Ziel konkrete Handlungsvorschläge für bildungspolitische Maßnahmen zu erarbeiten.

Publikationen (Druckwerke)
Publikationen (Online)

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Zukunft der Demokratie

Leitung: Univ.Prof. Dr. Reinhard Heinisch

Die Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Zustand der österreichischen Demokratie zu analysieren und den Einfluss wichtiger Herausforderungen für die weitere demokratische Entwicklung des Landes zu klären. Die Aufmerksamkeit soll auf konkrete Fragen und die besonderen Probleme gelenkt werden, welche die weitere Entwicklung der österreichischen Demokratie in zentralen Dimensionen beeinflussen. Die Arbeitsgemeinschaft möchte besonders die interdisziplinären Kompetenzen der beteiligten Experten dazu verwenden, sich intensiv in die aktuelle Forschung einzubringen, einen wertvollen Beitrag zum öffentlichen Demokratiediskurs zu leisten und zukünftige Forschung zu stimulieren.

Publikationen (Online)

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Finanzkrisen

Leitung: Univ.Prof. Dr. Thomas Gehrig

Die Krisen des frühen 21 Jahrhunderts verdeutlichen auf dramatische Weise die zunehmend enge Verzahnung von Politik und Finanzwesen. Durch diese Verzahnung sind auch Gründe des Marktversagens engstens verknüpft mit Gründen des Staatsversagens. Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft ist die Aufarbeitung der Lehren aus diesen jüngsten Krisen mit dem Ziel, Perspektiven für eine neue stabilitätsorientierte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu entwickeln.

Publikationen (Online)

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Kulturelle Dynamiken

Leitung: Univ.Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner

Die Gestaltung des lebensweltlichen Umfeldes durch den Menschen und seine Verortung darin unterliegt ständigen Veränderungen. Angesichts des rasanten Tempos, der Komplexität und der Tragweite solcher Veränderungen stellt sich immer dringlicher die Frage, was unsere Kultur gegenwärtig ausmacht, woher Entwicklungen kommen und wohin sie steuern. Die transdisziplinäre ARGE Kulturelle Dynamiken hat es sich zum Ziel gesetzt, Orientierung in einer sich dynamisch entfaltenden Gegenwartskultur zu schaffen, indem sie systematisch durch diachrone und synchrone Kontextualisierungen Prozesse der Formation und Transformation untersucht.

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Hochfrequenztechnik

Leitung: Univ.Prof. Dr. Wolfgang Bösch

In sehr vielen Bereichen des täglichen Lebens, aber auch für hochspezialisierte Anwendungen findet man Komponenten aus der Hochfrequenztechnik zur drahtlosen Sprach-, Video und Datenübertragung oder für berührungslose Sensorsysteme. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich zum Ziel die Forschungskompetenzen an den österreichischen Universitäten zu vernetzen und dadurch beste Effizienz in der Forschungsleistung zu erreichen. Wichtige Aufgabenbereiche sind die interdisziplinäre Vernetzung, der Wissenstransfer zwischen den Standorten und in die Industrie, sowie die Erhöhung der Akzeptanz und Attraktivität von technischen Themen in der Gesellschaft. Eine attraktive Lehre und die internationale Positionierung des Forschungsstandorts Österreich sind dabei wichtige Gesichtspunkte.

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Staatliche Aufgaben, private Akteure

Leitung: Univ.Prof. Dr. Franz Merli

Zunehmend übernehmen Privatpersonen und private Organisationen Funktionen im Rahmen staatlicher Aufgaben, von der Regelsetzung (z.B. durch technische Normen über Produktsicherheit) über die Kontrolle (z.B. durch die Vorratsdatenspeicherung oder die Bankprüfung) bis zur Leistungserbringung (z.B. durch die Grundversorgung von Asylwerbern). Dabei entwickeln sie selbst Züge von Staatlichkeit, oft mit unmittelbarem Zugriff auf das Leben der Menschen. Die Arbeitsgemeinschaft will solche Fälle systematisieren und herausfinden, welchen Regeln diese Staatlichkeit jenseits des Staates unterliegt.

Publikationen (Online)

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