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Oswald Panagl/ Robert Kriebaumer (Hg.)
Wahlkämpfe. Sprache und Politik
(Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien
der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Band 15)
Böhlau Wien u.a. 2002, 224 S, 12 sw. u. 15 farb. Abb. br. EUR 29,90, ISBN
3-205-99456-6
Politische Systeme und deren Kulturen besitzen, jenseits der allgemeinen sprachlichen
Kommunikation, in der Arena der Öffentlichkeit ihre jeweils eigene Sprache,
die Wertprovinzen und Sinnstrukturen und damit ideelle Wirklichkeiten schafft.
Wahlkämpfe als Ringen um politische Zustimmung und damit auch Macht repräsentieren
den Höhepunkt der ideologischen und assoziativen Aufladung von Wörtern/Begriffen,
die damit zu politischen Schlagwörtern oder Schlüsselbegriffen reüssieren.
Nach einer Renaissance der politischen Sprache in den sechziger Jahren mit den
Kampfbegriffen "Gleichheit", "Emanzipation", "Antifaschismus"
oder "Betroffenheit" bewirkte das Schwinden der Stammwählerschaft
eine weitere Professionalisierung der Wahlkampfsprache.
Die Beiträge:
Robert Kriechbaumer / Oswald Panagl
Vorwort
Manfred Prisching
Wahlkämpfe Bilder, Mythen, Rituale
Franz Schausberger
Von der radikalen Sprache zum gewaltsamen Radikalismus Regionale Wahlkämpfe
in der Ersten Republik im Bundesland Salzburg
Ernst Hanisch
Die Sprache der Plakate Männlichkeit und die Remilitarisierung der
österreichischen Gesellschaft in der Ersten Republik
Herbert Dachs
Wahlkämpfe in den Bundesländern zwischen regionalen Problemlagen
und bundespolitischen Reflexen
Peter A. Ulram
Die Parteien in der medialen Wahlkampfarena
Heinrich Oberreuter
Die Amerikanisierung des Wahlkampfes in Deutschland
Josef Klein
Schröder gegen Kohl Linguistische und semiotische Aspekte von Wahlkämpfenam
Beispiel des Bundestagswahlkampfes 1998
Oswald Panagl
Die Sprache der Wahlkämpfe ein historischer Aufriß
Maria Arduç
Linguistische Strategien in österreichischen Wahlkämpfen am Beispiel
des Nationalratswahlkampfes 1999
Erhard Busek
Wahlkampf und Wirklichkeit
Die Autoren