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Daniel Bischur
Toleranz. Im Wechselspiel von Identität und Integration
Passagen Wien 2003, 290 S., br. EUR 35,- ISBN 3-85165-531-1
Was sind Dimensionen der Idee und des Prinzips der Toleranz? Wie lässt sie sich auf der Grundlage allgemeiner sozialontologischer Analysen des Zusammenlebens in der heutigen Gesellschaft moralisch begründen? Der Begriff der Toleranz verweist in seiner historischen Dimension auf vielfältige kulturelle, religiöse, gesellschaftliche und politische Entwicklungen.
Bischurs Analyse des Prinzips der Toleranz nimmt die Grundfragen der politischen Philosophie in sich auf und untersucht das moralische Prinzip der Toleranz und die Möglichkeiten seiner Begründung. Das Individuum wird in seiner sozialen Einbettung im Wechselspiel vom Identität und Integration sichtbar und zur Grundlage einer moralischen Begründung von Toleranz.
Inhalt:
Vorwort
1. Kapitel: Aus der Geschichte der Idee der Toleranz
§ 1 Anfänge einer abendländischen Toleranzidee in der Spätantike und der Patristik
§ 2 Der Humanismus des Nikolaus von Kues
§ 3 Sebastian Castellio und die religiöse Toleranz
§ 4 John Lockes Toleranzbegründung – Naturrecht, Staat und Kirche
§ 5 Gotthold Ephraim Lessing – Die vielen Wege zur Wahrheit
§ 6 John Stuart Mills Begründung sozialer Freiheit
2. Kapitel: Zum Prinzip der Toleranz
§ 7 Vorbemerkungen zum Begriff und zur Idee der Toleranz3. Kapitel: Husserls Theorie der transzendental-phänomenologischen Intersubjektivität
§ 11 Husserls Programm einer transzendentalen Phänomenologie4. Kapitel: Martin Bubers Sozialontologie des Zwischen
§ 15 Vorbemerkungen zur Philosophie Martin Bubers5. Kapitel: Ich und die Anderen als Mitmenschen. Mundane Beiträge zur Sozialontologie
§ 20 Struktur einer mundanen Sozialontologie der Lebenswelt6. Kapitel: Identität im sozialen Austausch
§ 24 Die Odyssee als Mythos von der Seelenfahrt des Menschen7. Kapitel: Toleranz und Differenz
§ 28 Der Andere und der FremdeAnmerkungen