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Zivilcourage gehört zu den Grundbegriffen einer Civil Society. Welchen Platz hat diese Tugend heute in einem rationalen Menschen- und Weltbild und warum ist sie auch in einem demokratischen Gemeinwesen wichtig? In unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationen scheinen die Voraussetzungen und Möglichkeiten für zivilcouragiertes Verhalten und Handeln jeweils unterschiedlich stark von den bestehenden strukturellen und institutionellen Bedingungen bestimmt. In Europa wird Zivilcourage meist in historischer Perspektive als mutiges individuelles Verhalten im Widerstand gegen Diktaturen und totalitäre Ideologien untersucht. Welche Formen der Zivilcourage prägen aber Demokratien und wie kann in demokratischen Gesellschaften zivilcouragiertes Verhalten analysiert und gestärkt werden? Welche Rolle spielen dabei einerseits Persönlichkeitsentwicklung (Bildung) und andererseits die formellen und informellen Machtstrukturen von Gemeinschaften?
Die Beiträge:
Dieter Lünse
Zivilcourage ist eine individuelle Tugend
Wilhelm Brauneder
Vom Tyrannenmord zum "No Logo". Widerstandsrecht in historischer Perspektive
Peter Ulram
Zivilcourage als Kulturform in Österreich
Gertraud Knoll
Erfahrungen mit Zivilcourage
Erhard H. M. Lange
Zivilcourage im öffentlichen Dienst
Manfried Welan
Ziviler Ungehorsam und Zivilcourage
Ton Nijhuis
Entwicklung ziviler Tugenden in den Niederlanden
Johanna Mang
Anleitung zur Zivilcourage
Florian Klenk
Investigativer Journalismus