Die
Mitwirkenden:
Franco Berardi Bifo
ist Medientheoretiker und Medienaktivist. Er unterrichtet soziale
Geschichte der Kommunikation an der Akademie Bildender Künste
Mailand. In den 1970er Jahren gründete er das Magazin A/traverso
(1975-1981) und war Mitarbeiter bei Radio Alice, dem ersten freien
Radiosender in Italien. Sein letztes Buch RUN (2008, in Zusammenarbeit
mit dem Mathematiker Alessandro Sarti) beschäftigt sich mit dem
Verhältnis Kunst und Biotechnologie. Er ist Mitherausgeber
des Magazins Derive/Approdi.
Reinhold Bertlmann
studierte technische und theoretische Physik sowie Mathematik in Wien.
Er arbeitete u.a. am Joint Institute for Nuclear Research in Dubna
(Russland), am CERN, an der Universität Paris-Süd und am
CNRS. Seit 1987 ist er ao. Universitätsprofessor an der
Universität Wien und arbeitete oder arbeitet u.a. mit John Stewart
Bell, Walter Thirring und Anton Zeilinger zusammen Er beschäftigt
sich in der Quantenphysik u.a. mit verallgemeinerten Bellschen
Ungleichungen, Verschränkung, Dekohärenz und geometrischen
Eigenschaften.
Bady Minck lebt als
Künstlerin und Filmemacherin in Wien in Luxemburg, wo sie im
Spannungsfeld zwischen Film und bildender Kunst arbeitet. Ihre Werke
finden ebenso Verbreitung in Kinos, Kunsthallen oder Museen wie im
öffentlichen Raum und im World Wide Web. Sie ist Kreatorin des
Elektrofrühstücks, Konstrukteurin der Elektrozellen sowie
Entwicklerin der Magenalphabetisierungsaktionen. Ihre Filme wurden zu
über 300 internationalen Filmfestivals eingeladen, u.a. nach
Cannes und Berlin, und fanden Eingang in die Sammlungen des Centre
Pompidou und der Lexington Kentucky University, USA.
Claudia Mongini
studierte zunächst Physik an der Universität Turin und
unternahm Forschungen zur Anwendung der Chaostheorie auf die
Neurowissenschaften, ehe sie sich in Wien der Philosophie und Kunst
zuwandte. Seit 2001 beschäftigt sie sich mit Fragen im
Grenzbereich von Künsten und Wissenschaften, und zwar sowohl aus
der Perspektive des künstlerischen Schaffens als auch von
theoretischen Untersuchungen.
Otto Neumaier
studierte Philosophie und Germanistik in Innsbruck. Seit 1980 arbeitet
er am Institut für Philosophie der Universität Salzburg (seit
2005 als ao. Professor), mit Schwerpunkten in den Bereichen Ethik,
Ästhetik und Philosophische Anthropologie. Neben diversen
Buchpublikationen als Autor und Herausgeber Mitherausgeber der
Zeitschriften Conceptus, Zeitschrift für Philosophie und Frame.
The State of the Art (bis 1999: Noëma. Art Journal).
Patricia Pisters ist
Professorin für Filmtheorie in Amsterdam. Sie ist Herausgeberin
und Autorin der Filmzeitschrift Skrien, Mitarbeiterin des
Internationalen Filmfestivals Rotterdam und Beraterin des
Niederländischen Fonds für die Produktion von
Kultursendungen. Auch ist sie Mitglied im Beirat der Dutch Directors
Guild. Zu ihren Interessen in Lehre und Forschung zählen
filmphilosophische Fragen über die Natur der Wahrnehmung, die
Ontologie des Bildes und die Vorstellung vom Gehirn als
Projektionsfläche. Damit beschäftigt sie sich auch im Medien-
und Kulturprogramm (Projekt The Rhizotorium) der Amsterdam School for
Cultural Analysis.
Tyyne Claudia Pollmann
studierte von 1979 bis 1990 Medizin und Kunst an den Universitäten
in Düsseldorf und Berlin. Sie ist Gastprofessorin für freie
Kunst in Braunschweig und Bern. Internationale Ausstellungen u.a. in
der Shedhalle Zürich, bei den Kunst-Werken Berlin, der Expo 2000
in Hannover, in der Kunsthalle Meran sowie bei der Biennale Bern. Sie
erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen (z.B. den Preis des
Deutschen Künstlerbundes).
Maria Reicher ist
Philosophin an der Universität Graz; zu ihren Spezialgebieten
zählen Ontologie, Logik und Ästhetik. Von 2001-2003 war sie
Inhaberin einer Hertha-Firnberg-Nachwuchsstelle, von 2004-2006 leitete
sie das Forschungsprojekt "Werke, Texte und Interpretation", welches
sich mit der Schnittstelle zwischen Ontologie von literarischen Werken,
Texten und Bedeutungen, sowie der Natur der literarischen
Interpretation beschäftigte.
Ignacio Vallines lehrt
und forscht an der Abteilung für experimentelle Psychologie der
Universität München. 2007 promovierte er im Fach Psychologie
an der Universität Regensburg. Seine Forschungsinteressen gelten
der neuronalen Kontrolle sakkadierter Augenbewegungen zur Regulierung
der Aufmerksamkeit in der visuellen und parietalen Kortex sowie der
funktionellen Magnetresonanztomographie fMRI). In letzter Zeit ist er
an der Entwicklung einer neuen Methode beteilig, um Effekte eines
Filmes im menschlichen Gehirn festzustellen.
Gerhard E. Winkler
lebt als Komponist in Salzburg. Ab 1999 entwickelte er das Konzept des
"Realtime-Scores" und interaktiver Computer-Environments für
MusikerInnen und führte es auch in partiturgebundenen Arbeiten
ein. Seine Werke werden bei Festivals wie z.B. Wien modern,
Opernbiennale München, IRCAM/Centre Pompidou, Salzburger
Festspiele, Steirischer Herbst, etc. aufgeführt. Dzt. arbeitet er
an Auftragswerken für das Radio-Symphonie-Orchester Wien und das
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Stephen Zepke ist
freischaffender Forscher in Wien. Er hat zahlreiche Aufsätze
veröffentlicht, in denen er den Grenzbereich von Kunst,
Philosophie und Politik erkundet. Zuletzt hat er das Buch Art as
Abstract Machine. Ontology and Aesthetics in Deleuze and Guattari
(Routledge, 2005) veröffentlicht. Der von ihm (gemeinsam mit Simon
O'Sullivan) herausgegebene Band Deleuze, Guattari and the Production of
the New soll bei Continuum erscheinen.
Flavia Zucco ist
wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Neurobiologie und
Molekulare Medizin am Consiglio Nazionale delle Ricerche in Rom. Ihre
Forschungsinteressen umspannen die Bereiche In-vitro-Toxikologie,
In-vitro-Zelldifferenzierung sowie Bioethik. Seit 1988 widmet sie sich
auch dem Thema Frau und Wissenschaft. Im Jahr 1998 wurde sie vom CNR in
die Kommission für die Förderung von Frauen in der
Wissenschaft berufen. Sie ist Präsidentin der AWIS (Association
for Women in Science) in Italien.