Die
Mitwirkenden
Prof. Rose BREUSS, Institute for Dance Arts, Anton Bruckner
Privatuniversität Linz
Mitglieder von CIE. OFF VERTICALITY, Linz
Tamara Kronheim
Juan Dante Murillo Bobadillo
Petr Ochvat
Amandine Petit
Anna Prokopová
Prof. Florian DOMBOIS, Institut für Transdisziplinarität,
Hochschule der Künste Bern
FRANZOBEL, Schriftsteller, Wien / Pichlwang / Buenos Aires
Dieter HUBER, Bildender Künstler, Salzburg / Wien
Prof. Walburga HÜLK-ALTHOFF, Fachbereich Sprach-/Literatur-/
Medienwissenschaften, Universität Siegen
Prof. Werner JAUK, Institut für Musikwissenschaft,
Universität Graz
Prof. Irene KREBS, Lehrstuhl für Industrielle Informationstechnik,
TU Cottbus
Mag. Boris MANNER, Zentrum f. Kunst- und Wissenstransfer,
Universität für angewandte Kunst Wien
Prof. Gerhard MÜLLER, Lehrstuhl für Baumechanik, TU
München
Bertl MÜTTER, Musiker und Komponist, Wien
Prof. Otto NEUMAIER, Fachbereich Philosophie / KGW Fakultät,
Universität Salzburg (ARGE-Leiter)
Dipl.Ing. Margit SCHWARZ, www.raumlabor.at, Kindberg
Prof. Dr. Michael SUKALE, Institut für Philosophie,
Universität Oldenburg
Motivation
In letzter Zeit hat sich der Begriff der "Resonanz" als wichtiges
Brückenkonzept zwischen den Disziplinen herausgestellt. Zwar ist
dieser Begriff nur in einigen Naturwissenschaften klar definiert,
während im Allgemeinen eine Vielfalt metaphorischer
Verwendungsweisen gepflegt wird, denen gemeinsam ist, dass sie sich auf
Arten von Wechselwirkungen beziehen. Trotz mancher Unklarheiten ist
beim Begriff der "Resonanz" jedoch ein gutes gegenseitiges
Verständnis zu beobachten. Das Symposium der Arbeitsgemeinschaft
"Wissenschaft und Kunst" der Österreichischen
Forschungsgemeinschaft möchte die Tragfähigkeit des
Brückenkonzepts "Resonanz" vor dem Hintergrund der folgenden
Aspekte genauer erkunden:
Intertextualität:
Künstlerisches und wissenschaftliches Schaffen ist wohl seit jeher
(auch) durch die Auseinandersetzung mit früheren Errungenschaften
geprägt. Dabei kann im engeren oder weiteren Sinne von Texten
gesprochen werden (bis hin zu einer Kultur als ganzer). In neuerer Zeit
sind intertextuelle Beziehungen (im eigentlichen wie im
übertragenen Sinne) nicht nur zu einem wichtigen Gegenstand
theoretischer Betrachtung geworden, sondern auch zur Voraussetzung und
zum Gegenstand künstlerischer Tätigkeit. Im Sinne des
Gesagten sind jene Beziehungen nicht nur mit Bezug auf Literatur und
Dichtung zu untersuchen, sondern sind etwa auch andere Künste (wie
etwa die Musik) einzubeziehen, in denen das Phänomen der
Intertextualität zu einem wichtigen Schaffensprinzip geworden ist.
Neue Medien und Gesellschaft: Durch
den Einsatz der so genannten neuen Medien wurden Objekte, Materialien,
Verfahren und Räume sowie Situationen der Künste auf
vielfache Weise transformiert, so dass sie neue Interferenzen eingehen;
klassische Elemente und Strukturen überlagern oder amalgamieren
sich auf neue Weise. So wie bei der aktuellen kulturellen Entwicklung
von einer Hybridkultur gesprochen wird, kann insofern auch von
Hybridkünsten gesprochen werden. Dies schließt auf zum einen
die Einbeziehung natürlicher Gegebenheiten und wissenschaftlicher
Methoden in den künstlerischen Schaffensprozess ein, zum anderen
aber Einflüsse auf das individuelle und kollektive Bewusstsein
sowie die Reflexion dieser Beziehungen in Wissenschaft und Kunst,
welche wiederum die menschliche Kreativität anregt usw.
Räume als Resonanzkörper:
Der Raum spielt für die menschliche Erfahrung im Allgemeinen eine
unabdingbare Rolle, wobei allenfalls einigen ExpertInnen bewusst ist,
wie wir dadurch geprägt werden und unsererseits Raum konstituieren
bzw. inwiefern räumliche Resonanzen für unser Erleben wichtig
sind und wann es darauf ankommt, diese zu vermeiden oder auf andere Art
zu beeinflussen. Beim Bemühen, solche Zusammen zu klären,
stellen sich mithin u.a. folgende Fragen: Wie entwickelt sich unser
Erleben von Räumen und wie entwickeln sich im Erleben unsere
Vorstellungen von den Räumen? Wie beeinflusst die Akustik von
Räumen die Hörgewohnheiten von Menschen und wie wirken diese
wieder auf die Gestaltung der Raumakustik zurück? Inwiefern werden
künstlerische Projekte (z.B. die Aufführung von Musik) durch
räumliche Gegebenheiten bestimmt und welche Möglichkeiten,
damit zu "spielen", eröffnen sich der Kunst?