RESONANZEN


Symposium der

ARGE „Wissenschaft und Kunst“ der
Österreichischen Forschungsgemeinschaft

26. – 28. NOVEMBER 2009

26.11. Tanzquartier Wien (Museumsquartier), Studio 2
27.-28.11. Aula des Uni Campus Altes AKH, Hof 1
 

Lageskizzen
Lageskizze Tanz Quartier WienLageskizze Uni Campus

Anmeldung
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Donnerstag 26. 11. Tanzquartier

18.00  Einleitung: Otto NEUMAIER (Salzburg)
18.15  Michael SUKALE (Oldenburg): Resonanzen zwischen Wissenschaft und Kunst
19.00  Diskussion
20.00  CIE. OFF VERTICALITY (Leitung: Rose BREUSS, Linz): Resonant Bodies


Freitag 27. 11. Uni Campus

INTERTEXTUALITÄT

09.15  Walburga HÜLK-ALTHOFF (Siegen) Intertextualität als theoretisches Problem
09.45  Kurzdiskussion
10.00  FRANZOBEL (Wien) Dichtung als Resonanz auf Texte
10.30  Kurzdiskussion
10.45  Dieter HUBER (Salzburg) Bild und Text
11.15  Kurzdiskussion

11.30-12.00  Pause
12.00-13.00  Diskussion
13.00-14.00  Mittagspause

NEUE MEDIEN UND GESELLSCHAFT

14.00  Florian DOMBOIS (Bern) Stille Resonanz: Vom Klang der Erde und anderer Festkörper
14.30  Kurzdiskussion
14.45  Werner JAUK (Graz) Medien/Technologie/Gesellschaft/Alltag
15.15  Kurzdiskussion
15.30  Irene KREBS (Cottbus) Digitale Welt und gesellschaftlicher Wandel
16.00  Kurzdiskussion

16.15-16.45  Pause
16.45-17.45  Diskussion

Samstag 28. 11. Uni Campus

RÄUME ALS RESONANZKÖRPER

09.00  Gerhard MÜLLER (München) Wie Räume klingen können
09.30  Kurzdiskussion
09.45  Margit SCHWARZ (Kindberg) Das Erleben von Räumen
10.15  Kurzdiskussion
10.30  Bertl MÜTTER (Wien) Musik und Klangraum
11.00  Kurzdiskussion

11.15-11.45  Kaffeepause
11.45-12.45  Diskussion

Eine Transformation der wissenschaftlichen Beiträge in ein elektronisches Kunstwerk durch Studierende der Universität für Angewandte Kunst in Wien (Leitung: Boris Manner) während des Symposiums ist vorgesehen



Die Mitwirkenden

Prof. Rose BREUSS, Institute for Dance Arts, Anton Bruckner Privatuniversität Linz
Mitglieder von CIE. OFF VERTICALITY, Linz
Tamara Kronheim
Juan Dante Murillo Bobadillo
Petr Ochvat
Amandine Petit
Anna Prokopová
Prof. Florian DOMBOIS, Institut für Transdisziplinarität, Hochschule der Künste Bern
FRANZOBEL, Schriftsteller, Wien / Pichlwang / Buenos Aires
Dieter HUBER, Bildender Künstler, Salzburg / Wien
Prof. Walburga HÜLK-ALTHOFF, Fachbereich Sprach-/Literatur-/ Medienwissenschaften, Universität Siegen
Prof. Werner JAUK, Institut für Musikwissenschaft, Universität Graz
Prof. Irene KREBS, Lehrstuhl für Industrielle Informationstechnik, TU Cottbus
Mag. Boris MANNER, Zentrum f. Kunst- und Wissenstransfer, Universität für angewandte Kunst Wien
Prof. Gerhard MÜLLER, Lehrstuhl für Baumechanik, TU München
Bertl MÜTTER, Musiker und Komponist, Wien
Prof. Otto NEUMAIER, Fachbereich Philosophie / KGW Fakultät, Universität Salzburg (ARGE-Leiter)
Dipl.Ing. Margit SCHWARZ, www.raumlabor.at, Kindberg
Prof. Dr. Michael SUKALE, Institut für Philosophie, Universität Oldenburg


Motivation

In letzter Zeit hat sich der Begriff der "Resonanz" als wichtiges Brückenkonzept zwischen den Disziplinen herausgestellt. Zwar ist dieser Begriff nur in einigen Naturwissenschaften klar definiert, während im Allgemeinen eine Vielfalt metaphorischer Verwendungsweisen gepflegt wird, denen gemeinsam ist, dass sie sich auf Arten von Wechselwirkungen beziehen. Trotz mancher Unklarheiten ist beim Begriff der "Resonanz" jedoch ein gutes gegenseitiges Verständnis zu beobachten. Das Symposium der Arbeitsgemeinschaft "Wissenschaft und Kunst" der Österreichischen Forschungsgemeinschaft möchte die Tragfähigkeit des Brückenkonzepts "Resonanz" vor dem Hintergrund der folgenden Aspekte genauer erkunden:

Intertextualität: Künstlerisches und wissenschaftliches Schaffen ist wohl seit jeher (auch) durch die Auseinandersetzung mit früheren Errungenschaften geprägt. Dabei kann im engeren oder weiteren Sinne von Texten gesprochen werden (bis hin zu einer Kultur als ganzer). In neuerer Zeit sind intertextuelle Beziehungen (im eigentlichen wie im übertragenen Sinne) nicht nur zu einem wichtigen Gegenstand theoretischer Betrachtung geworden, sondern auch zur Voraussetzung und zum Gegenstand künstlerischer Tätigkeit. Im Sinne des Gesagten sind jene Beziehungen nicht nur mit Bezug auf Literatur und Dichtung zu untersuchen, sondern sind etwa auch andere Künste (wie etwa die Musik) einzubeziehen, in denen das Phänomen der Intertextualität zu einem wichtigen Schaffensprinzip geworden ist.

Neue Medien und Gesellschaft: Durch den Einsatz der so genannten neuen Medien wurden Objekte, Materialien, Verfahren und Räume sowie Situationen der Künste auf vielfache Weise transformiert, so dass sie neue Interferenzen eingehen; klassische Elemente und Strukturen überlagern oder amalgamieren sich auf neue Weise. So wie bei der aktuellen kulturellen Entwicklung von einer Hybridkultur gesprochen wird, kann insofern auch von Hybridkünsten gesprochen werden. Dies schließt auf zum einen die Einbeziehung natürlicher Gegebenheiten und wissenschaftlicher Methoden in den künstlerischen Schaffensprozess ein, zum anderen aber Einflüsse auf das individuelle und kollektive Bewusstsein sowie die Reflexion dieser Beziehungen in Wissenschaft und Kunst, welche wiederum die menschliche Kreativität anregt usw.

Räume als Resonanzkörper: Der Raum spielt für die menschliche Erfahrung im Allgemeinen eine unabdingbare Rolle, wobei allenfalls einigen ExpertInnen bewusst ist, wie wir dadurch geprägt werden und unsererseits Raum konstituieren bzw. inwiefern räumliche Resonanzen für unser Erleben wichtig sind und wann es darauf ankommt, diese zu vermeiden oder auf andere Art zu beeinflussen. Beim Bemühen, solche Zusammen zu klären, stellen sich mithin u.a. folgende Fragen: Wie entwickelt sich unser Erleben von Räumen und wie entwickeln sich im Erleben unsere Vorstellungen von den Räumen? Wie beeinflusst die Akustik von Räumen die Hörgewohnheiten von Menschen und wie wirken diese wieder auf die Gestaltung der Raumakustik zurück? Inwiefern werden künstlerische Projekte (z.B. die Aufführung von Musik) durch räumliche Gegebenheiten bestimmt und welche Möglichkeiten, damit zu "spielen", eröffnen sich der Kunst?



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