Das Präsidium der Österreichischen Forschungsgemeinschaft
lädt zur Verleihung des

Ludwig Wittgenstein-Preises 2004 der Österreichischen Forschungsgemeinschaft

an

Professor Dr. Carl E. Schorske

am Freitag, dem 1. Oktober 2004, um 18.00 Uhr
im Kleinen Festsaal der Universität Wien,
Dr. Karl Lueger-Ring 1

Anmeldung zur Veranstaltung:

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Das Programm als PDF-Datei:

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Begrüßung: Emil BRIX
Gen.Sekr. der Österreichischen Forschungsgemeinschaft

Gerald Stourzh
Laudatio für Carl Schorske

Lutz MUSNER(IFK): Präsentation der deutschen Übersetzung von
Carl Schorske, "Thinking with History"

Wendelin Schmidt-Dengler
Wien Wien erklären

Im Anschluß bittet der Rektor der Universität Wien
zu einem Glas Wein

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kulturabteilung der Stadt Wien

CARL SCHORSKE, 1915 in New York geboren, studierte Geschichte und Kulturwissenschaften an der Columbia und an der Harvard University, wo er zum Ph.D. promovierte. Er lehrte zunächst an der Wesleyan University, ab 1960 an der University of California in Berkeley und von 1969 bis zu seiner Emeritierung 1980 in Princeton, wo er sechs Jahre lang dem "Programme in European Cultural Studies" vorstand.
Im Zentrum seines wissenschaftlichen Interesses stand und steht die europäische Geistes- und Kulturgeschichte seit dem 18. Jahrhundert. Seine Österreich-Studien konzentrierten sich auf politische und kulturelle Strömungen im Kontext der Krise des Spätliberalismus in den letzten Jahrzehnten der Donaumonarchie. Sie kulminierten 1980 in dem Werk "Fin-de-Siècle Vienna: Politics and Culture" (dt. "Wien — Geist und Gesellschaft im Fin de Siècle", 1982). Zu diesem Forschungsbereich zählt auch der Band "Eine österreichische Identität: Gustav Mahler" (1996). In Forschung und Lehre hat Schorske wiederholt auf die bildenden Künste zurückgegriffen; er und stand vielen Museen in Europa und den USA beratend zur Seite und begleitete mit bedeutenden wissenschaftlichen Beiträgen die großen "Traum und Wirklichkeit"-Ausstellungen über das Wiener Fin de Siècle in Wien, Paris und New York.
Carl Schorske wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, insbesondere 1981 mit dem Pulitzer-Preis für sein Hauptwerk "Fin-de-Siècle Vienna", das in sieben Sprachen übersetzt wurde. Er ist Träger von Ehrendoktoraten u.a. der Princeton University, der New School for Social Research und der Universitäten Salzburg und Graz, sowie Mitglied der American Academy of Arts and Sciences, Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Ehrenmitglied der Königlich-niederländischen Akademie der Künste. Seit 1993 ist Carl Schorske Ehrenvorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Internationalen Zentrums Kulturwissenschaften (IFK) in Wien, das die deutsche Übersetzung seines Werkes "Thinking with History. Explorations in the Passage to Modernism" (1998) betreut (Wien 2004).

Mit dem Ludwig Wittgenstein-Preis der Österreichischen Forschungsgemeinschaft soll aus gegebenem Anlaß, jedoch höchstens einmal im Jahr, entweder die hervorragende Leistung einer Persönlichkeit oder ein hervorragendes Werk auf wissenschaftlichem Gebiet ausgezeichnet werden. Der Preis kann einem Wissenschaftler sowohl für eine außergewöhnliche einzelne Leistung als auch für mehrere, ein Gesamtwerk bildende Arbeiten verliehen werden. Der Ludwig Wittgenstein-Preis soll grundsätzlich nicht geteilt werden. Nur im Falle der Auszeichnung eines wissenschaftlichen Werkes wird der Preis gemeinsam an die daran beteiligten Wissenschaftler vergeben. Der Ludwig Wittgenstein-Preis kann sowohl an Personen vergeben werden, die sich durch ihre wissenschaftliche Arbeit um die Forschung in Österreich Verdienste erworben haben, als auch an solche, deren wissenschaftliches Werk für Österreich von außergewöhnlicher Bedeutung ist. Die hervorragende wissenschaftliche Leistung des in Aussicht genommenen Preisträgers muß nach internationalen Maßstäben beurteilt werden. Kandidaten für den Ludwig Wittgenstein-Preis können nur von Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirates der Österreichischen Forschungsgemeinschaft vorgeschlagen werden. Der Wissenschaftliche Beirat entscheidet — allenfalls nach Heranziehung ausländischer Gutachter — über die eingebrachten Vorschläge. Die Entscheidung des Wissenschaftlichen Beirates wird dem Präsidium der Österreichischen Forschungsgemeinschaft zur endgültigen Beschlußfassung vorgelegt.

Bisherige Preisträger: Ernst Gombrich (1988), Viktor F. Weisskopf (1990), Oleh Hornykiewicz (1993), Ottokar Uhl (1996), Hermann A. Haus (1997), Peter L. Berger (2000), Hans Tuppy (2002).

Österreichische Forschungsgemeinschaft, Berggasse 25, A-1092 Wien,
Tel.: 319-57-70, Fax: 319-57-70-20, e-mail: oefg@oefg.at, www.oefg.at