ZIVILCOURAGE

Ein Symposium der Arbeitsgemeinschaft „Civil Society“
der Österreichischen Forschungsgemeinschaft
und des „Österreichischen Instituts für Erwachsenenbildung“

26. – 27. Mai 2003

Vortragssaal der Kunsthalle Wien im Museumsquartier
Museumsplatz 1, 1070 Wien


Zivilcourage gehört zu den Grundbegriffen einer "civil society". Welchen Platz hat diese Tugend heute in einem rationalen Menschen- und Weltbild und warum ist sie auch in einem demokratischen Gemeinwesen wichtig? In unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationen scheinen die Voraussetzungen und Möglichkeiten für zivilcouragiertes Verhalten und Handeln jeweils unterschiedlich stark von den bestehenden strukturellen und institutionellen Bedingungen bestimmt. In Europa wird Zivilcourage meist in historischer Perspektive als mutiges individuelles Verhalten im Widerstand gegen Diktaturen und totalitäre Ideologien untersucht. Welche Formen der Zivilcourage prägen aber Demokratien und wie kann in demokratischen Ordnungen zivilcouragiertes Verhalten analysiert und gestärkt werden? Welche Rolle spielen dabei einerseits Persönlichkeitsentwicklung (Bildung) und andererseits die formellen und informellen Machtstrukturen von Gemeinschaften? Die Arbeitsgemeinschaft "Wege zur Civil Society in Österreich" der Österreichischen Forschungsgemeinschaft veranstaltet dazu in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Instituts für Erwachsenenbildung eine Tagung, die sich in historischer und aktueller Perspektive mit Hindernissen und Anreizen, sich persönlich und engagiert für eine Sache einzusetzen, befaßt.

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Das Programm als PDF-Datei
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26. Mai, 14.00

Eröffnung: Emil Brix, Wien, Jürgen Nautz, Kassel, Klaus Thien, St. Pölten

Zivilcourage ist eine individuelle Tugend
Dieter Lünse, Hamburg

Vom Tyrannenmord zum „No Logo“. Widerstandsrecht in historischer Perspektive
Wilhelm Brauneder, Wien

Kaffeepause

Philosophieren über Autonomie
Rastko Mocnik, Ljubljana

Zivilcourage als Kulturform in Österreich
Peter Ulram, Wien

Kaffeepause

19.15 Erfahrungen mit „Zivilcourage“:
Round Table mit Gerald Freihofner, Gertraud Knoll, Marina Marcovich, Fritz Molden
Moderation: Klaus Thien

 

27. Mai, 9.00 – 17.00

Zivilcourage im öffentlichen Dienst
Erhard Lange, Brühl

Zivilcourage im Wirtschaftsleben
Stefan Schleicher, Graz

Kaffeepause

Österreichisch-europäische Reflexionen über John F. Kennedys „Profiles in Courage"
Manfried Welan, Wien

Mittagspause

Entwicklung ziviler (Un-)Tugend in den Niederlanden
Ton Nijhuis, Amsterdam

Kaffeepause

Anleitung zur Zivilcourage
Johanna Mang, Wien

„Whistle Blowers“: Investigativer Journalismus
Florian Klenk, Wien

Je Vortrag ebenso wie für die anschließende Diskussion sind 30 Minuten vorgesehen.

 

Die Referenten:

Prof. Dr. Wilhelm Brauneder, Institut f. Österreichische u. Europäische Rechtsgeschichte, Universität Wien

Botschafter Dr. Emil BRIX, Generalsekretär d. Österreichischen Forschungsgemeinschaft

CR Prof. Gerald Freihofner, Friedrich Funder Institut f. Publizistik, Medienforschung u. Journalistenausbildung, Wien

Florian Klenk, Der Falter, Wien

Superintendentin a. D. Gertraud Knoll, Wien

Prof. Dr. Erhard H.M. Lange, Fachhochschule d. Bundes f. Öffentliche Verwaltung, Brühl

Diplom-Sozialökonom Dieter Lünse, Institut f konstruktive Konfliktaustragung u. Mediation, Hamburg

Dr. Johanna Mang, Greenpeace, Wien

Dr. Marina Marcovich, Neonatologin, Wien

Prof. Dr. Rastko Mocnik, Filosofska Fakulteta, Universität Ljubljana

Dr. Fritz Molden, Wien

Univ.Doz. Dr. Jürgen NAUTZ, Universität Kassel / Institut f. Wirtschaftswissenschaften, Universität Wien

Prof. Dr. Ton Nijhuis, Duitsland Instituut, Amsterdam

Prof. Dr. Stefan Schleicher, Institut f. Volkswirtschaftslehre, Universität Graz

Mag. Klaus THIEN, Österreichisches Institut f. Erwachsenenbildung

Prof. Dr. Peter Ulram, Wien, Fessel-GfK Institut f. Marktforschung, Wien

Prof. Dr. Manfried Welan, Institut f. Wirtschaft, Politik u. Recht, Universität f. Bodenkultur Wien