Peter L. Berger

geboren 1929 in Wien, emigrierte kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges in die Vereinigten Staaten, wo er 1949 am Wagner College zum Bachelor of Art graduiert wurde. Er studierte anschließend an der New School for Social Research in New York und schloß das Studium 1950 mit einem M.A. und 1952 mit einem Ph.D. (Soziologie) ab. Nach seiner Tätigkeit als Forschungsdirektor an der Evangelischen Akademie in Bad Boll/Deutschland in den Jahren 1955 und 1956 war er 1956 bis 1958 Assistenzprofessor an der University of North Carolina, sowie von 1958 bis 1963 Associate Professor für Sozialethik am Hartford Theological Seminary. Anschließend wurde er, zunächst als Associate Professor, dann als Professor, an die New School for Social Research berufen. In den siebziger Jahren war er Professor an der Rutgers University und am Boston College. Seit 1981 lehrt und forscht Peter L. Berger als Professor für Soziologie und Theologie an der Boston University, wo er seit 1985 auch Direktor des "Institute for the Study of Economic Culture" ist.

Peter Berger hat mit Arbeiten wie "Invitation to Sociology" (1963), "The Social Conception of Reality" (1966 gemeinsam mit Thomas Luckmann) und "The Sacred Canopy. Elements of a Sociological Theory of Religion" (1967) international die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der modernen Gesellschaft und ihrer kulturellen Befindlichkeit geprägt. Heute zählen zu seinen zentralen Arbeitsgebieten die Rolle der Religion ("Sehnsucht nach Sinn. Glauben in einer Zeit der Leichtgläubigkeit", 1999) und die ökonomische Kultur von Gesellschaften ("The Capitalist Spirit. Towards a Religious Ethic of Wealth Creation", Hg. 1990).

Peter L. Berger ist Ehrendoktor zahlreicher Universitäten (Loyola University, Wagner College, University of Notre Dame, Universität Genf, Universität München), Ehrenmitglied renommierter wissenschaftlicher Gesellschaften und Träger vieler wissenschaftlicher Auszeichnungen und Preise (1992 in Wien Auszeichnung mit dem Manès Sperber Preis).

Wien, 2000

Der Festvortrag des Preisträgers, "Sinnsuche in einer Zeit der Globalisierung", wurde in "Stimmen der Zeit" (12/2000), Verlag Herder, Freiburg, veröffentlicht.

Manfred Prisching (Hg.)
Gesellschaft verstehen. Peter L. Berger und die Soziologie der Gegenwart (2001)

Begleittext zum Workshop "Gesellschaft verstehen. Beiträge Peter L. Bergers zur Soziologie der Gegenwart", 20. September 2000

Ludwig-Wittgenstein-Preis der Österreichischen Forschungsgemeinschaft

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