wurde 1909 in Wien geboren. Er studierte von
1928-1933 Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Universität
Wien bei Julius von Schlosser, Emanuel Loewy und Hans Tietze und
dissertierte über Giulio Romano als Architekt. Danach Zusammenarbeit
mit dem Kunsthistoriker Ernst Kris aus dem Kreis um Sigmund Freud.
Anfang 1936 emigrierte er nach London und arbeitete unter Fritz Saxl in
der Bibliothek Warburg, die 1933 von Hamburg nach London übersiedelte.
Nach dem Krieg, während dem er für die British Broadcasting Corporation
dienstverpflichtet war, kehrte er an das Warburg-Institut, dessen
Direktor er von 1959 bis 1976 war, zurück. Gleichzeitig war er
Professor of the History of the Classical Tradition an der Universität
London. Er war Gastprofessor u.a. in Oxford, Cambridge, Harvard sowie
an der Cornell University und der University of Washington in Seattle
und ist Ehrenmitglied des Österreichischen Kunsthistorikerverbandes und
vieler anderer wissenschaftlicher Akademien und Institutionen. Er ist
Träger höchster Auszeichnungen und Inhaber vieler Ehrendoktorate.
Wichtigste Publikationen: "Geschichte der Kunst", 1953.
"Kunst und Illusion", 1960. "Meditationen über ein Steckenpferd", 1963.
"Norm and Form. Studies in the Art of Renaissance", 1966.
"Warburg-Biographie", 1970. "Kunst, Wahrnehmung, Wirklichkeit", 1977.
"Kunst und Fortschritt", 1978. "Ornament und Kunst", 1892. "Bild und
Auge", 1982.
Wien, 1988
Ludwig-Wittgenstein-Preis
der Österreichischen Forschungsgemeinschaft