Hermann A. Haus

geboren 1925 in Laibach, immatrikulierte 1943 nach humanistischer Gymnasialbildung an der Universität Laibach in der Absicht, Flugzeugbauer zu werden. Nach der Vertreibung seiner Familie setzte er seine Studien nach dem Krieg an der Technischen Hochschule Graz und später an der Technischen Hochschule in Wien fort, wo ihn die damals völlig neue Mikrowellentechnik faszinierte. Im Jahr 1949 wurde er am Union College in Schenectady zum Bachelor of Science graduiert. Es folgten das Masters of Electrical Engineering Degree am Rensselaer Polytechnic Institute 1951 und das Doktorat am Massachusetts Institute of Technology 1954.

Hermann Haus wurde 1962 Professor am M.I.T., wo er seither forscht und lehrt. Sein zentrales Forschungsthema ist das Rauschen in nachrichtentechnischen Bauteilen und Systemen, wobei sich der Bogen von Wanderfeldröhren über Gaslaser bis zu den für die optische Nachrichtentechnik essentiellen Halbleiterlasern spannt. In den siebziger Jahren entwickelte Hermann Haus die Theorie der Modenkopplung von Lasern. In den achtziger Jahren trug er wesentlich zur Theorie der optischen Solitonen bei. Es folgten die Entdeckung des Gordon-Haus Effektes, der Beginn der Arbeiten zu gequetschten Quantenzuständen sowie anwendungsorientierte Arbeiten an modengekoppelten Faserlasern und an Filtern zum kontrollierten Einsatz des Gordon-Haus Effektes.

Hermann Haus ist dem Tokyo Institute of Technology, der University of California at Berkeley, der ETH Zürich, der Cambridge University und der Technischen Universität Wien als Gastprofessor verbunden. Er ist Ehrenmitglied renommierter wissenschaftlicher Gesellschaften und Akademien und Träger zahlreicher wissenschaftlicher Auszeichnungen und Preise.

Wien, 1997

Ludwig-Wittgenstein-Preis der Österreichischen Forschungsgemeinschaft

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