Viktor F. Weisskopf

wurde am 19. September 1908 in Wien geboren. Er studierte bei Max Born und James Franck an der Universität Göttingen Physik und promovierte 1931 mit einem Thema über die Theorie der Wechselwirkung von Licht und Atomen. Er war Assistent bei Heisenberg in Leipzig, bei Schrödinger in Berlin, bei Lew Landau in Charkow (Ukraine) und bei Niels Bohr in Kopenhagen. Ende 1937 wurde er Professor an der Universität Rochester, danach Mitarbeit am Manhattan-Projekt in Los Alamos (New Mexico). 15jährige Lehrtätigkeit am Massachussetts Institute of Technology, Gastprofessor an der Sorbonne und der ETH Zürich. Teilnahme an der Forschungsarbeit mit dem 600-MeV-Synchrozyklotron des CERN und schließlich Ernennung zum Generaldirektor des CERN in Meyrin bei Genf. Sein Hauptinteresse gilt der theoretischen Physik, über die er sowohl Fachaufsätze wie philosophische Arbeiten veröffentlicht hat. Sein Hauptwerk "Theoretical Nuclear Physics" in Zusammenarbeit mit John M. Blatt geschrieben, ist bis heute ein Standardlehrbuch geblieben. Prof. Weisskopf, der sowohl die österreichische als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, ist korrespondierendes Mitglied der Französischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied der amerikanischen National Academy of Sciences und war bis 1960 Präsident der American Society of Physics. 1960 erhielt er vom Verband Deutscher Physikalischer Gesellschaften die Max Planck-Medaille.

Wien, 1990

Ludwig-Wittgenstein-Preis der Österreichischen Forschungsgemeinschaft

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